Herzogtum der Marken von Schwarzenfels

Fakten:

Herrscherhaus: di Caelia
Herrschersitz: Dalnoth
Wichtigste Tempel: Schwarze Kirche zu Dalnoth
Arena des Schlachtenwächters zu Dalnoth
Bevölkerung: Arataner, Nordvolk
Fürstengarde: Das Löwenbanner
Herrschaftsgebiet: Die aratanischen Marken

Schwarzenfels ist gekennzeichnet durch seine Marken. Vom idyllischen Mireth im Süden, über das von den zwei großen Städten Ostia und Dalnoth geprägte Zentrum, bis hin zum rauen und kriegsgebeutelten Norden, könnten sie verschiedener kaum sein. Man kommt nicht umhin sich zu fragen, wo das bindende Glied zwischen ihnen liegt und muss alsbald das aratanische Erbe zur Antwort heranziehen. Als Aratan der Löwe in der Dämmerung des mythologischen Zeitalters in das Land unter der Sichel kam, da war es das heutige Schwarzenfels, welches am umfassendsten und nachhaltigsten von ihm und seinem Volk geprägt werden sollte. Von Königswacht aus, wo heute der Trümmersumpf liegt, breitete sich sein Einfluss rasch über den von Wyldlingsstämmen bewohnten Osten der Sichel aus. Der Flusskönig im Süden verbündete sich mit den Neuankömmlingen und sorgte so für eine Beständigkeit seines Hauses, die bis in die heutigen Tage anhält und die Vistrams zum ältesten kargathianischen Adelsgeschlecht überhaupt macht, während die Zwillingswölfe von Dalnoth ihre Vernichtung sahen, als der Löwe die älteste Stadt der Sichel einhundert und einen Tag lang belagerte und schließlich eroberte. Und auch der Norden, obschon er durch die Zeiten hindurch unbesiegt blieb, unterwarf sich dem Löwenthron, nachdem der Zug der Einhundert eine Bedrohung durch den Drachen des Ostens abgewandt hatte. Zweieinhalb Millenien bestand das aratanische Reich und umspannte zu seinen Glanzzeiten die gesamte Sichel, die Ebenen des Ostens bis Dros Drakar einschließlich der Flusslande Kusars und ein großes Territorium an den Gestaden Sidonias im fernen Süden. Doch so mächtig dies Reich einst auch war, vermochte es doch nicht der Hand des Feindes zu trotzen. Als Taramesh kam, Generationen nachdem das aratanische Reich seinen Zenit überschritten hatte, da herrschten die schwarzen Löwen des Hauses di Caelia, die der Feind mittels Luges und Truges zu seinen ersten Vasallen machte und deren Macht er missbrauchte, die Sichel seiner Finsternis zu unterwerfen. Nach der Rebellion wandte sich Liad di Caelia von seinem Erbe ab und das wylde Haus Iniriad erlangte die Herrschaft in den Marken. Schwarzenfels nahm unter ihnen eine neue Aufgabe an, nicht länger selbst die Krone der Sichel beanspruchend, wurde es Wacht und Wehr des auferstandenen Königreiches Kargath. Diese selbstbestimmte Wächterschaft, beherrscht die Gesinnung der Märker und obschon mit Herzog Ramiris heute wieder ein Erbe der Löwen über Schwarzenfels gebietet, so verbleibt doch diese althergebrachte Vereidung das bestimmende und bindende Element, welches die kulturellen Unterschiede der Marken durchbricht. Die Schwarzenfelser sehen sich in der Nachfolge nicht des Löwenthrones, wohl aber der ihn schützenden sagenumwobenen Einhundert und leisten eifernd ihre Pflicht an Schlachtenwächter und Reichsverband.

Das Vergehen des Hauses Iniriad in Kargath kündete vom Ende einer Ära, die seit Anbeginn des Reichsverbandes bestanden hatte und hinterließ die Marken von Schwarzenfels in erbitterten Erbstreitigkeiten, die erst durch eine Bedrohung von Aussen, den Tälersturm, und die Ernennung Trajan Pfadwächters als Truchsess beendet werden konnten. Was folgte war skurrilerweise eine ungeahnte Renaissance an das geschichtliche Erbe, manifestiert durch die Lösung der aratanischen Fessel in Mireth, die Bergung uralter Wyldlingsartefakte im Trümmersumpf und der Eldermark, sowie Kunde aus dem Osten, wo sich ein neuer Drache erhoben hat, die Aradir zu neuer Größe zu bringen. Noch scheint es fraglich ob dies zu einer Einigung der Marken unter ihrem frischen Herzog oder einer weiteren Zerrüttung der Grafen führen wird.

 
geografie/landesteile/herzogtum_schwarzenfels.txt · Zuletzt geändert: 2014/03/03 21:25 von Dennis Peteranderl
 
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